Sharing as Caring: Resonanzräume nach Fukushima (2016)

 

Fünf Jahre nach dem Erdbeben, das einen Tsunami und eine Kernschmelze im Kraftwerk Fukushima nach sich zog,  sind die Spuren der Zerstörung längst nicht beseitigt. Wie viele Menschen haben eine Vorstellung davon, wie es in der Region nach fünf Jahren aussieht? Wie gehen die Menschen mit den tiefgreifenden Problemen um, die Ansprüche einer wachstumsorientierten Wertegesellschaft verursacht haben? Bis heute ist die Gegend großflächig gesperrt und allein die Entsorgung der Reaktorblöcke wird mehrere Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Dennoch berichteten die Medien innerhalb wie außerhalb Japans kaum noch über Fukushima, als hätte sich das Problem einfach in Luft aufgelöst. Um der ausbleibenden Berichterstattung über die langfristige Wirkung der Katastrophe etwas entgegen zu setzen widmete die in Deutschland lebende japanische Kuratorin Miya Yoshida Fukushima und den betroffenen Menschen ein neues Format der Ausstellung. Mit einmal jährlich wechselnden künstlerischen Perspektiven im kleinen Ausstellungsformat begannSharing as Caring 2012 als eine fortlaufende Reihe von bisher vier Ausstellungen im Heidelberger Kunstverein. Die mit bewusst einfachen Mitteln in Vitrinen und oftmals mit reproduzierbaren Medien umgesetzten Ausstellungen nähern sich der Notwendigkeit der Anteilnahme und einer langfristigen Beobachtung der Folgen und gehen auf künstlerische Arbeiten und Projekte ein, die eine Reflektion der gesellschaftlichen Folgen der Ereignisse ermöglichen.

 

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